Dienstag, März 31, 2020

Anpfiff zum Bau des Kunstrasenplatzes

Blomberg-Istrup (miw). Der erste Spatenstich ist gesetzt, die Bagger rollen über das Feld: Damit haben die Bauarbeiten für den ersten Kunstrasenplatz in der Großgemeinde Blomberg, der in Istrup entsteht, begonnen.

Die Stadt investiert rund 850.000 Euro in dieses Projekt. Bis Ende Juni soll der Platz fertiggestellt sein. Schon lange haben sich die Blomberger Fußballvereine einen Kunstrasenplatz herbeigesehnt.

»Wir hatten die Hoffnung, den Platz mit Fördergeldern finanziert zu bekommen«, erklärt Bürgermeister Klaus Geise die lange Wartezeit. Doch die verschiedenen Anläufe seien nicht erfolgreich gewesen. Dennoch wollte die Stadt ihrer Verpflichtung den Vereinen gegenüber nachkommen und stemmt den Bau daher nun aus eigener Tasche.

Neben dem finanziellen Aspekt hat auch die Standortfrage im Vorfeld für intensive Diskussionen gesorgt. Letztlich sei die Entscheidung für Istrup aufgrund der zentralen Lage gefällt worden, so das Stadtoberhaupt. Somit hätten alle Vereine recht kurze Wege. Aus dem potenziellen Standort in der Kernstadt sei nun bekanntlich das Baugebiet »Am Sonnenhang« geworden.

Aktuell türmen sich große Erdhaufen auf dem ehemaligen Rasenplatz neben der Mehrzweckhalle. »Die Abbrucharbeiten haben begonnen«, berichtet Christian Deppen vom zuständigen Ingenieurbüro Brinkmann und Deppen. Der spätere Kunstrasen bestehe aus einer Kombinationsfaser, die optimal für den Fußball- und Breitensport geeignet sei, erklärt der Ingenieur. »Es wird keine Mikroplastik verwendet«, ergänzt der Bürgermeister. Für die umweltfreundliche Befüllung des Platzes komme ein Kork-Sand-Granulat zum Einsatz.

Ralf Dawitz, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Blomberg, bedankt sich bei den Vereinen für die gute Zusammenarbeit. »Es hat vorab sehr wenig Konfliktstoff gegeben«, so Dawitz, der zuversichtlich ist, dass künftig auch die Regelung der Trainings- und Spielzeiten auf dem Kunstrasenplatz reibungslos verläuft. Über die Belegung sollen sich die Vereine nämlich untereinander selbst einig werden. Sollte dieses Vorhaben doch scheitern, würde sich der Stadtsportverband einschalten und die Belegung koordinieren.

Dawitz richtet seinen Dank außerdem an die Stadt. Die Kooperation habe sehr gut funktioniert, sagt er. Das Lob gibt der Beigeordnete Christoph Dolle zurück: »Die Vereine haben sich toll in die Planungen eingebracht und wertvolle Tipps gegeben.« Auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Berghahn freut sich als Ortsvorsteher von Istrup über den Bau des Kunstrasenplatzes. Dieser passt seiner Ansicht nach gut ins Gesamtkonzept, denn auch die Mehrzweckhalle und der Festplatz würden von vielen Vereinen der Großgemeinde genutzt.

Die Kosten, die in Zukunft für die Wartung und die Pflege des Kunstrasenplatzes anfallen, wird die Stadt übernehmen. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass der Blomberger Sport seinen Beitrag bereits geleistet hat. Durch die Aufgabe der Plätze in Herrentrup und Großenmarpe konnte Geld eingespart werden, das nun in den Kunstrasenplatz in Istrup fließen kann.

Setzen den ersten Spatenstich für den Kunstrasenplatz in Istrup: Beigeordneter Christoph Dolle, Landtagsabgeordneter Jürgen Berghahn, Bürgermeister Klaus Geise, Ralf Dawitz, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Blomberg, und Christian Deppen vom Ingenieurbüro Brinkmann und Deppen (von links). Foto: Michaela Weiße