Freitag, Mai 29, 2020

Ein Waschsalon für die Hände

Blomberg (seh). Ein großzügiges Geschenk in Corona-Zeiten hat die Stadt von einem Blomberger erhalten.

Acht mobile Handwaschstationen nennt die Stadt Blomberg nun ihr Eigen. Eine steht ab sofort auf dem Marktplatz zur Verfügung – zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

Falk Trompeter lebt in Herrentrup, arbeitet als Manager im Bauwesen. Er hat sich Anfang März mit vier Partnern zusammengetan und die Construction Industry Solution GmbH, kurz CIS, gegründet. Aus der Not heraus haben sie ein Geschäftsmodell entwickelt. Sie mussten für ihre Mitarbeiter Möglichkeiten zur Hygiene auf Baustellen schaffen. Daraus entstand Anfang März die Idee einer mobilen Waschstation – vier Wochen später geht nun »Hygi Hands«, wie die Station heißt, in Serienproduktion.

Der Blomberger und seine Kollegen haben der Stadt acht Stationen geschenkt. 100 weitere mobile Handwaschplätze werden in den kommenden Tagen in NRW und Hessen aufgestellt. Als sechsstellig beschreibt Falk Trompeter die Entwicklungs- und Produktionskosten bis jetzt. »Die Stationen sind praktisch überall einsetzbar. Innen und außen.«

Er kann sie sich bei Veranstaltungen, in Supermärkten und Schulen, natürlich auf Baustellen und anderen Arbeitsstellen, beinah überall vorstellen. Mit der Spende wolle er auch ein Zeichen für Handhygiene im Alltag setzen, damit das öffentliche Leben wieder hochgefahren werden könne.

»Hygi Hands« ist eine robuste Holzstellwand mit Waschbecken, Wasserhahn, Seifen- und Desinfektionsmittelspender. Ein Fach für Papiertücher und eins für den Abfall vervollständigen die mobile Handwaschstation. Wer »Hygi Hands« aufstellt, braucht nur noch einen Schlauch mit Frischwasser und einen fürs Abwasser sowie haushaltsüblichen Strom anzuschließen. Strom und Wasser? »Ja, mit dem Strom wird das Wasser erwärmt«, sagt Falk Trompeter. Ein Risiko bestehe nicht.

Die Stationen werden bei Frankfurt produziert. Knapp 3.000 Euro kostet ein Waschautomat laut Trompeter. Ein teures Geschenk, über das sich die Stadt Blomberg sehr freut. »Es ist so passend in diesen Zeiten und vor allem hier beim Wochenmarkt auch wirklich sinnvoll«, sagte Bürgermeister Klaus Geise bei der Übergabe, wobei er die Gelegenheit auch nutzte, bei allen Lockerungen die Bürger darauf hinzuweisen, dass dennoch die Disziplin bei der Hygiene und den bestehenden Regeln eingehalten werden müssten.

Falk Trompeter (links) hat der Stadt Blomberg insgesamt acht mobile Waschstationen geschenkt. Bürgermeister Klaus Geise freute sich über die Spende. Foto: Seda Hagemann