Montag, Oktober 19, 2020

HSG hofft auf Überraschung gegen Bietigheim

Blomberg. Spannender und interessanter als mit einem Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim könnte das neue Jahr für die HSG Blomberg-Lippe kaum beginnen.

Zu Beginn dieser Saison hätte wohl kaum ein Handball-Experte darauf getippt, dass es am morgigen Freitag, 3. Januar, in der Phoenix-Contact-Arena in Lemgo zu einem echten Spitzenspiel kommen würde (Anpfiff 19.30 Uhr, live auf Eurosport).

Nach der ersten Saison-Niederlage der Schwäbinnen am 29. Dezember bei Spitzenreiter Borussia Dortmund (32:38) reisen die Gäste mit einem Minuspunkt mehr als die HSG als Tabellendritter an. Und wenn man Laura Rüffieux und Co. fragt, soll die Tabellensituation nach den 60 Minuten unverändert bleiben. Das bedeutet, die Gastgeberinnen hoffen mit der Unterstützung von den Rängen auf eine Überraschung.

»Wenn wir in dieser Partie bestehen wollen, müssen wir mit Herz, Kampf und Leidenschaft agieren. Bietigheim verfügt über eine Ansammlung nationaler und internationaler Top-Handballerinnen. Das Team meines Trainer-Kollegen Martin Albertsen ist daher auch in dieser Spielzeit erneut Favorit auf beide nationalen Titel«, sieht HSG-Coach Steffen Birkner die Favoritenrolle eindeutig bei der SG BBM Bietigheim.

»Wir wollen uns gegen den klaren Favoriten vor hoffentlich 4.000 Besuchern in der Halle und zahlreichen Zuschauern vor den Bildschirmen gut präsentieren. Unser Ziel ist es, das Spiel möglichst lange offen zu halten und mit einem positiven Auftritt ins neue Jahr zu starten«, so der 39-Jährige weiter. In jedem Fall könnten die Birkner-Frauen mit einem Sieg für eine ausgeglichene Bilanz der beiden Mannschaften sorgen.

In bislang 16 Bundesliga-Duellen seit 2010 hat die HSG bei einem Unentschieden sieben Mal das Feld als Sieger verlassen. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon eine Weile zurück. Genauer gesagt seit sieben Spielen warten die Blombergerinnen auf einen doppelten Punktgewinn. Der letzte doppelte Punktgewinn datiert vom 12. September 2015. Damals stand ein 26:25 in der Sporthalle an der Ulmenallee zu Buche.

Trainer der SG BBM Bietigheim war da bereits Martin Albertsen. Für den Dänen ist allerdings nach Ende der laufenden Saison Schluss im Schwabenland. Auf eigenen Wunsch scheidet der Erfolgscoach aus und wird sich erweiterten Aufgaben beim Schweizer Handballverband zuwenden, für den er bereits seit zwei Jahren, parallel neben seiner Funktion bei der SG BBM, als Nationaltrainer tätig ist. Sein Nachfolger beim Team aus Baden-Württemberg steht auch schon fest. Markus Gaugisch, ehemaliger Bundesliga-Handballer beim VfL Pfullingen und zuletzt Trainer bei HBW Balingen-Weilstetten, hat einen Zweijahres-Vertrag unterzeichnet.