Samstag, Juli 24, 2021

HSg verlängert mit Youngster Agwunedu

Blomberg. Die offenen Personalfragen bei der HSG Blomberg-Lippe lichten sich in rasender Schnelle.

Nachdem kürzlich die Vertragsverlängerung von Spielmacherin Nele Franz verkündet wurde, konnte nun auch mit Linksaußen Ndidi Agwunedu Einigkeit erzielt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die gebürtige Bielefelderin, deren Vertrag am 30. Juni 2021 ausgelaufen wäre, unterzeichnete beim lippischen Handball-Bundesligisten nun ein neues Arbeitspapier, das eine Gültigkeit bis zum 30. Juni 2022 besitzt.

Im Januar 2019 rutschte Ndidi Agwunedu, früher als geplant, für die verletzte Franziska Müller in den Kader der Blombergerinnen, nutzte mit starken Auftritten ihre Chance und hielt wenig später den verdienten Lohn, ihren ersten Bundesligavertrag, in den Händen. Mittlerweile trägt Agwunedu auf Linksaußen regelmäßig zu den Erfolgen der HSG bei, teilt sich nach der Verletzung von Linksaußen Jenny Murer in dieser Saison mit Youngster Cara Reiche die Spielzeit.

»Ich freue mich, dass ich mich auch über die Saison hinaus bei der HSG weiterentwickeln darf und werde weiter hart arbeiten, um dem Team auch in Zukunft bestmöglich helfen zu können«, so Agwunedu. In der Mannschaft fühlt sie sich aktuell absolut wohl: »Wir haben ein tolles Team zusammen. Mit Marie Michalczik und Ann habe ich bereits in der U-Nationalmannschaft gespielt, mit Cara Reiche und Nele Franz 2016 die Deutsche Meisterschaft mit der B-Jugend der HSG gewonnen. Dass wir nun gemeinsam in der Bundesliga auflaufen dürfen, ist eine coole Geschichte«, strahlt Agwunedu.

Ihre Ziele für die Zukunft? »Der Einzug in das OLYMP Final4 sowie eine erneute Teilnahme an der EHF European League Women«, hat die 1,72 Meter große Rechtshänderin Gefallen an der internationalen Bühne gefunden.

Glücklich, dass er den Ausbildungsweg von Youngster Agwunedu weiter begleiten darf, ist Steffen Birkner: »Ndidi hat die ersten Schritte in der Bundesliga erfolgreich gemeistert, zeigt immer wieder, was sie zu leisten imstande ist. Ich glaube fest daran, dass wir in der kommenden Zeit noch viel von ihr erwarten können und bin sehr froh, sie weiter in meinem Team zu wissen«, so der HSG-Coach.

»Super, dass wir uns auch in der kommenden Saison über Tore von Ndidi freuen können. Als Spielerin aus der Region ist sie auf einem verheißungsvollen Weg, sich in der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren. Dass im aktuellen Kader insgesamt fünf Spielerinnen mit einer Vergangenheit in der HSG-Akademie wiederzufinden sind und die HSG aktuell auf Rang 3 der Tabelle steht, ist auch dem ausgezeichneten Vereinskonzept der HSG und der hervorragenden Jugendarbeit zu verdanken«, freut sich Kietsch über den Verbleib des Youngsters und die bereits weit fortgeschrittenen Kaderplanungen.

Neben dem Sport absolviert Agwunedu noch bis Ende September ihre Grundausbildung als Sportsoldatin. Im Anschluss strebt die sympathische Bundesliga-Handballerin voraussichtlich ein Studium der Wirtschaftspsychologie an. »Die Kombination aus BWL und Psychologie finde ich spannend«, blickt Agwunedu auch abseits des Handballs in eine interessante Zukunft.

Ndidi Agwunedu tauchte auch beim Ligasieg gegen Bad Wildungen in der Startaufstellung auf. Foto: Matthias Wieking