Dienstag, April 7, 2020

HSG zu Gast bei Spitzenreiter Borussia Dortmund

Blomberg. Nach der 30:38-Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Bietigheim wartet in der Frauenhandball-Bundesliga eine weitere hohe Hürde auf die HSG Blomberg-Lippe.

Am morgigen Samstag, 18. Januar, müssen die Schützlinge von Trainer Steffen Birkner bei Tabellenführer Borussia Dortmund antreten. Die Partie gegen den Top-Meisterschaftskandidaten wird um 19.30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen angepfiffen.

Alles andere als eine Niederlage für Silje Brøns Petersen und Co. käme einer großen Überraschung gleich, denn die vom ehemaligen Blomberger André Fuhr gecoachten Dortmunderinnen sind in der laufenden Saison das absolute Spitzenteam. Die Westfälinnen liegen mit 20:0 Punkten unangefochten auf Platz eins und haben in den bislang absolvierten Partien der Konkurrenz aus Bietigheim und Thüringen zum Teil deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Der noch amtierende Meister aus Bietigheim hat die Leistungsstärke der BVB-Frauen in jüngster Vergangenheit gleich zweimal zu spüren bekommen. Nach dem 38:32-Erfolg in der Bundesliga am 29. Dezember des vergangenen Jahres behielten die Schwarz-Gelben auch im Viertelfinale des DHB-Pokals die Oberhand. Am 8. Januar ging es zwar etwas spannender zu, letztlich aber setzte sich das Fuhr-Team mit 29:27 durch und darf sich neben der Meisterschaft nun auch berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn des Pokals machen.

Bei so viel Dominanz wollen sich die Gastgeberinnen auch nicht von der HSG Blomberg-Lippe in die Suppe spucken lassen. »Wir nehmen die Favoritenrolle an, werden die Partie aber garantiert nicht auf die leichte Schulter nehmen. Blomberg spielt eine super Saison und wird sich auch bei uns so teuer wie möglich verkaufen wollen. Wenn wir die beiden Punkte einfahren wollen, müssen wir von der ersten Minute an konzentriert agieren«, sagt Dortmunds Trainer André Fuhr vor diesem Spitzenspiel zwischen dem Liga-Primus und dem Drittplatzierten.

Die HSG weiß um die Stärken und das Selbstvertrauen des Gegners, will aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auftreten. »Natürlich erwartet uns eine brutal schwere Aufgabe gegen ein Team, das gleich vier niederländische Weltmeisterinnen in seinen Reihen hat. Aber wir sind gewillt, die Partie so lange wie möglich offen zu gestalten. Viel wird davon abhängen, ob es uns gelingt, das schnelle Gegenstoßspiel der Dortmunderinnen zu unterbinden. Dafür bedarf es einer konzentrierten und kämpferischen Leistung über die gesamten 60 Minuten«, meint HSG-Trainer Steffen Birkner.