Samstag, Juli 4, 2020

Istruper Kriegerehrenmal neu aufbereitet

Blomberg-Istrup. Das Kriegerehrenmal in Istrup ist mit erheblichem Aufwand und unter finanzieller Beteiligung des Istruper Dorfausschusses restauriert worden.

Wie die Stadt Blomberg mitteilte, waren die alten Namensplatten seinerzeit in Tyster Sandstein gefertigt und nun im Laufe der Jahre so verwittert, dass die Daten teilweise nicht mehr lesbar waren.

Deshalb sind nun neue Platten aus einem Gabbrostein (Nero Impala aus Südafrika) von der Firma Grabmale Herde aus Blomberg angefertigt worden, in die die insgesamt 78 Vor- und Nachnamen mit entsprechenden Geburtstagsangaben und dem jeweiligen Gefallenen- bzw. Vermisstenjahr eingearbeitet wurden. Die neuen Platten mit den rund 2.000 Schriftzeichen sind dann fachmännisch auf die alten Platten aufgesetzt, verankert und verklebt worden.

Das Denkmal erinnert an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Istruper Bürger. Die Anlage steht unter der Überschrift »1939 – 1945; Den Toten zu Ehren, den Lebenden zur Warnung«. »Die Anlage war stark renovierungsbedürftig, es musste etwas geschehen. Wir haben die Maßnahme im Dorfausschuss besprochen, sind dann auf die Verwaltung zugegangen und haben dort sofort ›ein offenes Ohr‹ für unser Anliegen gefunden«, erklärt Ortsvorsteher Jürgen Berghahn.

Mit Sicht auf das Jahr 2020, in dem sich das Kriegsende zum 75. Mal wiederholt, machte im April 2018 eine Besichtigung und Beratung aller Beteiligten vor Ort den ersten Aufschlag. Ein Jahr später stand fest, wie es dann aussehen und unter welchen finanziellen Gesichtspunkten die Maßnahme umgesetzt werden sollte.

»Bezüglich der Kostenregelungen gibt es ein Bundesgesetz, das sogenannte Gräbergesetz. Dieses Gesetz regelt, dass Aufwendungen für die Errichtung oder Unterhaltung von Denkmälern bei der jeweiligen Kommune liegen«, erläutert Kämmerer und Beigeordnete der Stadt Blomberg, Christoph Dolle.

Insgesamt steuert die Dorfgemeinschaft aus Istrup fast 5.500 Euro zu den Gesamtkosten dazu. »Dieses hat der Verwaltung die Entscheidung leichtgemacht, die Maßnahme anzugehen und den entsprechenden Auftrag zu erteilen. Ich sehe darin auch ein gutes Beispiel für eine typische Win-Win-Situation. Der ehrenamtliche Bereich mit den Istruper Vereinen auf der eine Seite und die Verwaltung als hauptamtlicher Träger der Denkmalanlage auf der anderen Seite«, so Dolle weiter.

Es ist allerdings nicht nur der finanzielle Beitrag, der von der Dorfgemeinschaft für die Denkmalanlage erbracht wird. Die regelmäßige Pflege übernehmen ebenfalls die Istruper Bürger in ehrenamtlicher Manier. Zu der Anlage gehört auch ein Gedenkstein, der an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert. Es handelt sich dabei um ein beschriftetes Postament aus Sandstein, auf dem insgesamt 31 Namen stehen, die noch gut leserlich sind und die Überschrift »Den im Weltkriege 1914 – 1918 gefallenen Helden der Gemeinde Istrup« trägt.

»Ein herzliches Dankeschön seitens der Verwaltung der Stadt Blomberg möchte ich allen Istruper Bürgern aussprechen. Mit den neuen Namenstafeln am Ehrenmal haben wir gemeinsam nun dafür gesorgt, dass die Namen der im Kriege gefallenen und vermissten Istruper Bürger nun für Generationen erhalten bleiben«, resümiert Dolle seitens der Stadt Blomberg die gemeinsame Aktion.

Mitglieder des Dorfausschusses Istrup und Vertreter der Stadt Blomberg sind zufrieden mit der Restaurierung der Namenstafeln: Heinz-Werner Geise, Uwe Praschak (Stadt Blomberg), Christoph Dolle (Stadt Blomberg), Ulrich Wicke, Wilfried Meiseberg, Jürgen Berghahn und Karl-Heinz Deneke. Fotos: Stadt Blomberg