Freitag, September 18, 2020

An der Rosenstraße entsteht neuer Wohnraum

Blomberg. Da die Räumlichkeiten an der Rosenstraße nicht mehr ausreichend Platz bieten, wird das Postverteilzentrum im kommenden Jahr seinen Standort wechseln. Doch ein Leerstand droht nicht.

Vor einigen Jahren kaufte Christian Liebrecht, Lages ehemaliger Bürgermeister, mit seiner Firma das Objekt unterhalb der Sparkasse und vermietete es an die Deutsche Post.

Um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, steht nach Absprache zwischen Liebrecht und den Mietern nun ein Umzug für das Verteilzentrum in das erweiterte Industriegebiet Westerholz bevor. Dort soll auf einer Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern eine 900 Quadratmeter große Halle entstehen, die zukünftig als neues Domizil dienen wird.

»Der Standort im Industriegebiet eignet sich insofern besser, weil dort alles ebenerdig ist. Die Hanglage an der Rosenstraße erschwert das Arbeiten mit den zahlreichen Paketen«, erklärt Christian Liebrecht. Doch was passiert dann mit der Immobilie? Hier möchte der Investor zwei Mehrfamilienhäuser bauen. »Wir haben uns den Wohnungsmarkt angeschaut und glauben, dass in Blomberg Bedarf an weiteren Wohnungen besteht«, so Liebrecht weiter.

Bürgermeister Klaus Geise begrüßt die Idee von Wohungen auf dem Gelände. »Wir freuen uns auf die neue und attraktive Nutzung. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt ist die ehemalige Post ein prädestinierter Standort für Wohnraum«, betont das Stadtoberhaupt.

Geplant ist ein Gebäudekomplex, der neun Wohnungen á 60 bis 90 Quadratmeter und zehn Parkplätze umfasst, sowie ein kleineres Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen á zirka 80 bis 100 Quadratmetern. Bewohner des kleineren Gebäudes sollen Parkmöglichkeiten in einer Tiefgarage erhalten. Auch die Barrierefreiheit und die neuesten Energieeffizienz-Standards sollen beim Bau berücksichtigt werden, sodass die Wohnungen jede Ziel- und Altersgruppe ansprechen.

Im besten Fall soll das Verteilzentrum zwischen April und Mai nächsten Jahres an den neuen Standort im Industriegebiet ziehen. Daraufhin werde die ehemalige Post abgerissen und die neuen Immobilien gebaut. Derzeitig geht Liebrecht von einer Bauzeit zwischen 15 und 18 Monaten aus, sodass die Mehrfamilienhäuser voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2022 fertiggestellt sind. Ziel sei es, dass die Wohnungen im Spätherbst bezogen werden können. »Das ist allerdings alles noch in Planung«, macht Liebrecht deutlich.

Christian Liebrecht (links) investiert in Wohnraum auf dem Gelände der ehemaligen Post. Bürgermeister Klaus Geise freut sich über die neue und attraktive Nutzung. Foto: brink-medien