Freitag, März 1, 2024

Trauer um KSB-Ehrenpräsident Fritz Winter aus Großenmarpe

Kreis Lippe (jh). Wenn der Kreissportbund im März sein 50-jähriges Bestehen feiert, schaut einer seiner Gründungsväter aus dem Himmel zu.

Ehrenpräsident Fritz Winter hat wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag für immer die Augen geschlossen. Der lippische Sport verliert eine seiner größten Führungspersönlichkeiten.

Dass es dem Multifunktionär gesundheitlich nicht gut ging, deutete sich bereits im vergangenen November mit seiner Absage bei der Sportgala an. Noch nie zuvor hatte er eine versäumt. Die 1993 von ihm initiierte KSB-Gala war eines von vielen Herzensprojekten, die Fritz Winter im Laufe eines halben Jahrhunderts auf den Weg brachte.

Mit seiner besonderen Mischung aus knorriger Hartnäckigkeit und verschmitztem Lächeln hat der agile Juwelier aus Blomberg dafür gesorgt, dass der KSB eine Geschäftsstelle im Kreishaus erhielt und näher an Politik und Verwaltung angebunden wurde.

1989 knüpfte er Kontakte nach Stendal und Chemnitz und weitete die Partnerschaften auf Kaunas aus. Als er das Pilotprojekt »Breitensport in NRW« nach Lippe holte, wurde der KSB 2002 mit 140.000 Mitgliedern der größte Kreissportbund in Nordrhein-Westfalen.

Extrem wichtig war dem Bundesverdienstkreuzträger stets auch ein gutes Abschneiden im Sportabzeichen-Wettbewerb, bei dem Lippe immer unter den Top 3 in NRW landete.

Geradezu diebisch freute er sich 1999, als der KSB Lippe mit 12.000 Sportabzeichen einmal Abonnementssieger Warendorf abhängte.

Selbst betätigte sich das Mitglied des TV Großenmarpe-Erdbruch seit 1953 als Handball-Schiedsrichter und fungierte von 1955 bis 1975 als Schiedsrichterwart des Kreises Lippe. Bei der Gründung des KSB Lippe ging er bereits als stellvertretender Vorsitzender in Stellung. Von 1983 bis 2007 repräsentierte er den KSB dann an erster Stelle.

Ehefrau Christa bekam ihren Gatten abends kaum zu Gesicht, weil Fritz Winter, der 1980 auch Schützenkönig war, das Vereinsleben lebte und liebte wie kein zweiter.

Es gab kaum eine wichtige Jahreshauptversammlung, auf der der fröhliche Mann mit den schlohweißen Haaren nicht persönlich gratulierte oder Unterstützung anbot.

»Fritz Winter hat große Spuren hinterlassen und den KSB Lippe über viele Jahre geprägt und mit entwickelt«, würdigen KSB-Präsident Friedhelm Böger und Geschäftsführer Max Beuys das Lebenswerk des »eisernen Fritz«.

Der lippische Sport trauert um KSB-Ehrenpräsident Fritz Winter. Foto: Jörg Hagemann/LZ