Dienstag, September 27, 2022

Blomberger Kunstmauer lockte viele Besucher in die Stadt

Blomberg (rr). 39 verschiedene Arten von Hoffnung wurden bei der »Blomberger Kunstmauer« ausgedrückt und ins Bild gesetzt.

Das jährlich und nun bereits zum 21. Mal stattfindende Ereignis hatte bereits am Sonntagmorgen viele Besucher und Einheimische ins Zentrum der Nelkenstadt geführt. Wohin man schaute, fiel der Blick auf Bilder, kleine und große Kunstwerke aller möglicher Kunst- und Stilrichtungen, teils hochprofessionell und anspruchsvoll, teils aus dem Fleiß und dem Engagement von Laien entstanden, alle jedoch mit persönlichen Intentionen und Botschaften gekoppelt.

Ein ganzes Kompendium lippischen Kunstschaffens, das zur Eröffnung der Ausstellung neben dem Martiniturm zahlreiche lippische Prominenz anzog, darunter Bürgermeister Christoph Dolle, Landrat Dr. Axel Lehmann, den Bundestagsabgeordneten Jürgen Berghahn (SPD), Annette Paschke-Lehmann vom Landesverband Lippe oder die Blomberger Nelkenkönigin Melanie Schuitema.

Kathrin Ridder vom Organisationskomitee wies auf die Besonderheit der Ausstellung hin, die auf einer »hoffnungsfrohen Idee« basiere, denn man habe den Künstlern im Vorfeld einen Keilrahmen zugeschickt, der zum Thema »Hoffnung« bemalt oder gestaltet werden sollte. Alle Künstler waren der Bitte nachgekommen, und so wurden auf dem Gelände vor dem Martiniturm an Baugittern 39 Bilder präsentiert, die »Hoffnung« auf unterschiedliche Art interpretierten.

»Denn Hoffnung ist eine Art Glück, vielleicht das größte Glück, das diese Welt bereit hat«, zitierte Kathrin Ridder den englischen Sprachforscher Samuel Johnson aus dem 18. Jahrhundert. »Allerdings sollen diese Bilder nicht nach der Ausstellung an ihre Maler zurückgegeben werden«, erläuterte Kathrin Ridder, denn bei Nelkenkönigin Melanie Schuitema konnten für 10 Euro Lose gekauft werden. Und bei der Ziehung am Nachmittag erhielten die Gewinner dann eines oder mehrere der Hoffnungs-Bilder. Der Erlös aus dieser Aktion kommt komplett der Blomberger Tafel zugute.

Der Rundgang über das weitläufige Ausstellungsgelände offenbarte Erstaunliches. Die Präsentation der Kunstwerke an der Stadtmauer, im Freigelände, an der Klosterkirche, am und im Martiniturm erzeugte eine ganz spezielle Stimmung, heiter, gelöst, zugewandt und freundlich.

Während das Publikum von Künstler zu Künstler wanderte, spielte am Martiniturm »Dr. Martin‘s Swing & Party Band«, und es zog der Duft vom Coffee-Bike und dem Stand der »Pickert Mädels« durch die Gassen.

Für die große Bandbreite lippischer Kunst interessieren sich unter anderem (von links) Jürgen Berghahn (MdB, SPD), Bürgermeister Christoph Dolle, Annette Paschke-Lehmann (Landesverband Lippe), Landrat Dr. Axel Lehmann und Nelkenkönigin Melanie Schuitema. Foto:Rudi Rudolph