Dienstag, Mai 17, 2022

Leben in Innenstadtnähe ab Sommer möglich

Blomberg (an). Der Bau geht zügig voran: Derzeit sind die Rosenstraße und die Diekmannstraße teilweise gesperrt, weil hier die Bauarbeiten für die beiden großen Wohngebäude Platz brauchen und die Baustelle abgesichert werden muss.

Denn dort, wo lange die Post und das Briefverteilungszentrum an der Rosenstraße untergebracht waren, entstehen die beiden neuen Häuser. Doch was passiert nun mit den Gebäuden?

Die Post hat längst ein neues Verteilzentrum im Gewerbegebiet bezogen. Investor Christian Liebrecht hatte seinem Pächter die neue Halle angeboten, nachdem er in der Innenstadt in die Wohnbebauung investieren und das ehemalige Postgebäude abreißen wollte. Der zunächst entstandene Eindruck, Liebrecht sei hier der alleinige Investor, trog: Er hat als Partner die Gesellschaft Mibo Development GmbH aus Bielefeld gewonnen.

Die baut das größere, obere Haus, während Liebrecht sich um das kleinere, untere an der Ecke zur Diekmannstraße gekümmert hat. Er selbst will die Wohnungen vermieten, sobald sie fertiggestellt sind. Das gilt eigentlich auch für die Bielefelder Gesellschaft. Die hatte allerdings das Gebäude jüngst auf Ebay feilgeboten, und zwar für 2,4 Millionen Euro.

»Wir haben uns aber umentschieden«, sagt Jens Grünert von der Mibo. Insgesamt entstehen im Mibo-Haus neun Wohnungen mit einer Wohnfläche von 56 und 100 Quadratmetern, im KFW 55 Plus-Standard mit nachhaltigen Baumaterialien, wie das Unternehmen mitteilt. Als Generalunternehmer wurde von beiden Investoren die Auf-Bau GmbH, Friedrich-Hagemann-Str. 62, beauftragt, die Fertigstellung werde voraussichtlich diesen Sommer sein.

Wie hoch genau die Miete sein wird, lasse sich jetzt noch nicht sagen. Gleichwohl, die Nachfrage sei hoch: »Innenstadtlagen nehmen deutlich an Attraktivität zu, auch in kleineren Gemeinden und Städten wie Blomberg. Das Interesse von Mietern und Käufern an fußläufigen Wohnungen ist stark ausgeprägt,« schreibt Projektleiterin Jutta Luttmann von der Mibo. Dass das Unternehmen nun doch auf Vermietung statt auf Verkauf des Gebäudes setze, sei eine »interne wirtschaftliche Entscheidung der Gesellschaft« gewesen, heißt es auf Anfrage.

Vorerst bleiben beide Neubauten im Besitz der Eigentümer. Das größere hatte zuvor bereits im Internet für 2,4 Millionen Euro zum Verkauf gestanden. Foto: brink-medien