Samstag, Juli 24, 2021

Der Garten und das Basteln sind seine Hobbys

Blomberg-Höntrup (miw). Ernst-Wilhelm Beckmeier ist Ortsvorsteher in Höntrup und beschäftigt sich gerne mit handwerklichen Arbeiten. So sind bereits viele kreative Werke entstanden. Der 70-Jährige will stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Dorfbewohner haben.

In der Einfahrt steht ein roter Bauwagen, im Garten laufen gackernd drei Hühner umher und neben Insektenhotels gibt es auf dem Grundstück und auch im Haus noch weitere kreative Werke zu entdecken: Das ist das Zuhause von Ernst-Wilhelm Beckmeier und seiner Ehefrau Eveline.

»Das Basteln ist mein Hobby«, erzählt der 70-Jährige und zeigt ein Vogelhäuschen, das er selbst gezimmert hat. Mit dem Werkeln vertreibt sich der Rentner gerne seine Zeit. Seit kurzem hat Beckmeier noch eine weitere Aufgabe, die ihm Freude bereitet: Er ist der neue Ortsvorsteher von Höntrup.

»Ich gehöre hier zu den Ureinwohnern«, sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sein ganzes Leben wohnt er schon in dem 200-Seelen-Dorf. Den Wunsch, einmal woanders zu leben, habe er nie gehabt. Im Gegenteil: Als Elektromeister sei er früher oft unterwegs auf Montage gewesen. »Da bin ich viel herum gekommen«, erzählt der zweifache Vater. Doch er habe sich immer gefreut, nach Höntrup zurückzukehren. Die Nähe zur Natur und die Gemeinschaft im Dorf, schätze er sehr.

Als Ortsvorsteher will Beckmeier stets ein offenes Ohr für die Höntruper haben. Ein Thema, das die Dorfbewohner sehr beschäftige, sei die Internetverbindung, sagt der 70-Jährige. Die sei schlichtweg eine Katastrophe. Vor allem zur jetzigen Zeit, in der coronabedingt Homeschooling und Homeoffice auf der Tagesordnung stünden, sei dies ein großes Problem. Dafür eine Lösung zu finden, habe oberste Priorität.

Was im Ort hingegen sehr gut funktioniere, sei der Zusammenhalt. »Hier hilft man sich, wenn einer in Not ist«, sagt Beckmeier. Und auch bei den verschiedenen Veranstaltungen packten alle mit an. Das Maibaumpflanzen oder auch der kleine Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz seien beliebte Veranstaltungen in Höntrup. Dieses gesellige Miteinander und auch das Kegeln und die Treffen mit Freunden, die derzeit aufgrund der Pandemie nicht möglich sind, fehlen ihm schon sehr. Dennoch schaut Beckmeier optimistisch in die Zukunft – mit der Hoffnung, dass bald alles wieder besser werde.

Seine Zeit verbringt der kreative Rentner auch gerne im großen Garten. »Da gibt es immer etwas zu tun«, sagt er. Oder er beobachtet die drei Hühner in ihrem Stall und dem großen Auslauf. »Das sind ‚Elfriede‘ und …«, versucht sich der dreifache Großvater an die Namen der gefiederten Tiere zu erinnern. »Meine Enkelinnen haben ihnen die Namen gegeben«, erzählt Beckmeier. Und ob »Elfriede« & Co. gerade Eier legen, das kann er sogar gemütlich vom Sofa aus beobachten. Im Stall, den er ebenfalls selbst gebaut hat, hat er eine Kamera angebracht. Das Bild wird auf sein Handy übertragen. »Eine kleine Spielerei«, sagt er schmunzelnd.

Bleibt die Frage, was es mit dem roten Bauwagen auf sich hat. Dieser ist Beckmeiers neuestes Projekt. Er baut ihn für seine Enkelinnen aus. Darin soll ein Spielparadies – mit kleiner Küche und Schlafmöglichkeit – entstehen, erzählt er. Die drei Mädchen werden sich sicher freuen und dürfen gespannt bleiben, was der Opa in Zukunft noch alles für sie werkelt.

Persönlich:
Ernst-Wilhelm Beckmeier ist 70 Jahre alt. Er wohnt bereits sein ganzes Leben lang in Höntrup. Dort ist er bei der Kommunalwahl zum neuen Ortsvorsteher gewählt worden. Den einzigen Verein im Ort – die Dorfgemeinschaft – hat er im Jahr 1985 mitgegründet. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Sein ganzer Stolz sind die drei Enkelinnen. Seine freie Zeit verbringt der Rentner gerne mit handwerklichen Arbeiten. Zudem ist er Mitglied der FDP.

Ernst-Wilhelm Beckmeier beschäftigt sich gerne mit handwerklichen Arbeiten. Auch dieses Vogelhäuschen hat der 70-Jährige selbst gezimmert. Rund ums Haus gibt es einige weitere kreative Werke zu entdecken. Foto: Michaela Weiße