Blomberg. Die Gerüchteküche brodelt. Erst Absperrungen rund um die Terrasse, dann auch noch die Demontage des Vordachs und Arbeiten im Innenbereich.
Was ist los beim Hotel »Deutsches Haus« am Blomberger Marktplatz?
»Das Hotel ist seit Beginn des zweiten Lockdowns geschlossen. Da haben wir uns Gedanken gemacht, wie die Zukunft unseres Betriebs aussehen könnte. In keinem Fall wollen wir tatenlos zusehen, was um uns herum passiert, sondern das Heft des Handelns persönlich in die Hand nehmen. Bereits seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit der Ausrichtung unseres Hotels und dem angeschlossenen Pilsstübchen samt Außenbereich. Daher wird sich in den kommenden Wochen und Monaten einiges ändern«, erläutert Engin Polatkan, Geschäftsführer der Rhein-Ruhr Hotels GmbH.
Er und sein Bruder Ramazan betreiben seit dem 11. März 2016 das Hotel »Deutsches Haus«. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre haben beide einen guten Einblick erhalten, welche Wünsche ihre Gäste haben. »Nicht immer lassen sich alle Sachen sofort umsetzen, zumal dafür ja auch Kapital vorhanden sein muss. Jetzt aber ist eine gute Gelegenheit, einige Veränderungen vorzunehmen«, meint der umtriebige Geschäftsmann.

»Unser Außenbereich wird dann wie an Promenaden in beliebten Urlaubsorten aussehen. Und zwar ganzjährig. Denn das Stoffdach ist so robust, dass es auch Schnee problemlos trägt«, schildert Engin Polatkan. Doch damit nicht genug. Im Innenbereich laufen die Planungen für eine komplette Überholung der ersten Etage. Unter Einbeziehung des alten Saals und aller aktuell vorhandenen Zimmer sollen mindestens fünf neue Appartements unterschiedlichster Größen entstehen. Diese will der Geschäftsmann dann an Singles oder Pärchen vermieten.
»Der Bedarf in Blomberg ist da. Das merke ich an den vielen Nachfragen. Und wer weiß schon, ob und wann der Hotelbetrieb zukünftig wieder einmal so läuft wie vor Corona«, begründet Polatkan sein Engagement. Alternativ könnten die neu entstehenden Appartements aber auch für Hotelgäste, die es gerne etwas geräumiger haben oder sich über einen längeren Zeitraum in der Nelkenstadt aufhalten, genutzt werden.
Wann genau die Umbauarbeiten beginnen, vermochte der gebürtige Gelsenkirchener noch nicht zu sagen. Das hängt von den erforderlichen Genehmigungen und einem neuen Brandschutzkonzept ab.

Engin (links) und Ramazan Polatkan blicken zuversichtlich in die Zukunft. Fotos: brink-medien






